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Nun, was ist denn in diesem 1000 Jahre alten Rezept ‘Bald’s eyesalve’ drinnen, das es jeder modernen Behandlung von Bakterien überlegen ist? Die einzigen Zutaten sind gleiche Teile Knoblauch (Allium sativum) und eine andere Zwiebelart (wie z. B. die normale Haushaltszwiebel Allium cepa), gemischt mit gleichen Volumsteilen Gallensekret und Wein, die nach der Herstellung noch 9 Tage bei 4 Grad Celsius gelagert werden müssen (und nein, es muss nicht bei Vollmond gemischt werden). Das bemerkenswerte dabei ist, dass, obwohl alle vier Inhaltsstoffe antibakterielle Eigenschaften besitzen, kein einzelner Inhaltsstoff die Anti-Biofilm-Aktivität von ‘Bald’s eyesalve’ bewirkt. Nur durch die Kombination aller Inhaltsstoffe in der Gesamtmischung wird die erstaunliche Wirksamkeit des Mittels hervorgerufen (Furner-Pardoe et al 2020).
 

Dieses Beispiel zeigt deutlich, wieviel Erfahrung und Wissen unsere ‘Urahnen’ schon hatten, um die Heilkräfte, die in den verschiedenen Pflanzen stecken, zu aktivieren. Wie arrogant und unverantwortlich wäre es, dieses Wissen nicht zu nützen? In der EU/EEA starben 2015 schätzungsweise um die 33.000 Menschen an bakteriellen Infektionen, die nicht effektiv mit Antibiotika behandelt werden konnten (Cassini et al 2018). In den USA liegen die Zahlen nach dem Report der Centers for Diesease Control and Prevention (CDC) “Antibiotic Resistance Threats in the United States, 2019” bei 2.8 Millionen antibiotikaresistenten Infektionen an denen 2019 an die 35.000 Menschen starben. Die weitverbreitete Antibiotikaresistenz vieler Bakterien ist eines der großen Probleme unserer Zeit, dem die Schulmedizin recht hilflos gegenübersteht. Ist dies nicht ein perfektes Beispiel, wie altes Wissen in eine moderne Medizin zum Nutzen aller eingebunden werden kann?